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09.08.2019 - 08:47 Uhr   Pweet Team

Interview mit SonkyTV

Von der Obdachlosigkeit zum Twitch Partner



Euch Leser erwartet eine tolle Geschichte! Markus alias SonkyTV ist ein äußerst sympathischer Streamer, der eine beeindruckende Lebensgeschichte hinter sich hat. Begonnen mit dem Sumpf der Obdachlosigkeit, sowie Drogen und Alkohol hat er sich zurück ins Leben gekämpft und es inzwischen zum Twitch Partner geschafft. Erfahrt mehr über ihn im nachfolgenden Interview:

Pweet: Hallo Markus alias SonkyTV! Vielen Dank, dass Du am Pweet Interview teilnimmst. Erzähl doch bitte mal den Pweet-Lesern, wer Du bist und was Du so im Gaming Bereich treibst.

SonkyTV: Ja nun, Moinsen! Ich bin der Sonky, 26 Jahre alt und im Gaming- bzw. Streamingbereich in der GTA-RP Szene zu finden. Meine Chars kennt man unter „J- the Rasta”, „Gonzalos Alvarez” und „Frank Tomaine”. Joa, ansonsten bin ich ein ganz sympathischer Mensch, was auch, wie mein Diabetes, durch meine massige Körperfülle kommen kann. Es gibt ein paar Leute da draußen, die mich mit Gronkh vergleichen. Sprüche wie Gronkh 2 höre ich zu genüge, und auch wenn ich Gronkh sehr mag und es deshalb jeden Freitag Stream Pause gibt, habe ich mit Gronkh gar nichts gemeinsam. Außer die Liebe zum Gaming und zum Unterhalten.

Pweet: Wie bist Du zum Gaming Streaming gekommen, was hat Dich hierzu animiert und wie waren dabei Deine ersten Schritte?

SonkyTV twitch AvatarSonkyTV: Tja das ist eigentlich eine krasse Story. Ich mach mal die Kurzfassung. Ich war zwei Jahre obdachlos. Hatte in dieser Zeit viel mit Alkohol und anderen Stoffen zu tun, aber ich hatte Glück, dass es bei mir einen Schalter umgelegt hat. Bei Einigen passiert das nie, aber ich für meinen Teil wollte da raus. Also hab ich mir einen Job gesucht - in einem Tiefkühllager. Dort durfte ich Probearbeiten und danach sagte mir mein zukünftiger Chef, dass er mich nur einstellen kann wenn ich einen festen Wohnsitz habe. Dann bin ich vor ihm auf die Knie gegangen und habe ihn angefleht das er mir den Job gibt. Er hat ja gesagt, unter der Bedingung dass ich innerhalb einer Woche einen Wohnsitz anmelde. Da gab es eine alte Frau, bei der ich ab und zu mal duschen durfte und auch telefonieren, und auch hin und wieder mal konnte ich eine Nacht dort pennen. Die Dame hat mir mein Leben gerettet, wer weiß wo ich heute wäre. Dort hab ich mich angemeldet. Ging dann auch ganz schnell. Innerhalb zwei Wochen hatte ich einen Platz in einer WG bekommen. Ich konnte Gott sei Dank die Kaution auf Raten zahlen. Von meinem ersten Gehalt habe ich mir dann einen Laptop und das Game „World of Warcraft” gekauft. Damals war Cataclysm gerade raus. Ich wusste über das Spiel nur das die Welt wohl unendlich sein soll und das hat mich fasziniert. Ein Spiel das man nie durchspielen kann. Perfekt für mich. Und so schloss ich mit meinem alten Leben an. Ich arbeitete, schlief, spielte WoW. Jeden Tag ein und dasselbe. Ich habe zu meinen ganzen alten Freunden den Kontakt abgebrochen - weg von der Straße. Ich habe sozusagen gearbeitet um später in WoW (in meiner Welt) versinken zu können. WoW hat mir geholfen auf der richtigen Bahn zu bleiben. Irgendwann fing ich an zu Streamen und entdeckte auch andere Games wie Overwatch. Heute stehe ich mit beiden Beinen im Leben, bin Partner auf Twitch, habe eine Ausbildung gemacht. Alles was ich habe, hab ich mir selbst erarbeitet, da ich keine Eltern etc. habe. Darauf bin ich stolz! Ich nehme keine Drogen mehr, trinke keinen Alkohol, baue keine Scheiße mehr, kein Stress mehr mit Cops.
Gaming ist eine tolle Sache!


Pweet: Wow das ist eine Geschichte, die es wohl in der Streamer Szene nur ganz selten gibt. Es ist eine großartige Leistung, dass Du Dich selbst aus dem Loch gezogen hast. Gaming kann auch eine Suchtgefahr darstellen, allerdings weitaus harmloser als Drogen und zudem noch Obdachlosigkeit. In wie weit ist es Dir wichtig, hier eine Art Vorbildcharakter zu sein, für Menschen, die es ebenso gerne versuchen wollen sich aus dem Sumpf zu ziehen?

SonkyTV: Sehr wichtig. Und ich kann jedem nur sagen, dass man mit einem starken Willen alles erreichen kann. Für alles gibt es einen Weg. Aber man muss seinen Arsch hochbekommen und den Willen haben seine Ziele zu erreichen.

Pweet: Wie ging es für Dich weiter, nachdem Du mit dem Streaming von WoW angefangen hast? Inzwischen bist Du Twitch Partner, war der Weg dahin mühsam?

SonkyTV: Ich habe, nachdem ich mit WoW aufgehört hatte, das Spiel Trove gestreamt. Das hat mir sehr viele Zuschauer gebracht, weil ich der einzige deutsche Streamer war. Viele davon sind noch heute da. Danach kam Overwatch und später dann GTA RP. Dort entdeckte ich auch mein Talent für RP und das Verständnis dafür. Ich fand schnell Anklang und Anerkennung in der Szene, bin bekannt für mein gutes RP. Das coole ist, die Leute kommen erst wegen der Stimme, und bleiben dann wegen meinem RP. Der Weg zum Partner war aber sehr mühsam. Man muss anfangen Twitch zu verstehen, zu analysieren. Ich habe ewig Overwatch für im Schnitt 50 Zuschauer gestreamt und nichts ging voran. Keine neuen Follower mehr. Bis ich mal auf die Idee gekommen bin, nachzuschauen was auf Twitch den momentan aktuell ist. Was schauen die Leute im deutschsprachigen Raum? Ich wechselte auf Fortnite. Dann verlor ich zwar Zuschauer, bekam aber Neue dazu. Man muss lernen die Zuschauer zu verstehen. Es gibt Zuschauer die nur ein Spiel gucken. Man lernt, dies nicht mehr persönlich zu nehmen, wenn die, nachdem du das Main-Game gewechselt hast, nicht mehr zusehen. Aber man muss auch lernen das es nichts bringt ewig z.B. Rocket League zu streamen, weil es keinen im deutschsprachigen Bereich interessiert. Also der Partner war ein hartes Stück Arbeit, Fleiß und Mühe. Vor allem aber muss man sich für das Thema Twitch interessieren und dazu lernen.

SonkyTV twitch streamer

Pweet: Sind oder waren das dann auch alles Games, auf die Du selbst Bock hattest oder bist Du eher bewusst den Weg gegangen um gezielt zu wachsen?

SonkyTV: Auf Trove hatte ich am Anfang keinen Bock, aber das hatte nichts mit Twitch zu tun. Das war am Anfang meiner Karriere mit Twitch. Ich fand das Spiel zu kinderhaft aber mein Mate und ich suchten eine Abwechslung zu WoW und er hat mich überredet. Durch Zufall war ich dann eben der einzige deutsche Streamer und das Game hatte eine gute deutsche Community. Nach der ersten Stunde spielen hatte es auch Spaß gemacht. Alle meine Spiele, die ich streame, machen mir extrem viel Spaß. Auch wenn GTA-RP manchmal wirklich enttäuschend ist und mich traurig macht - mir fehlt einfach ein ordentlicher Server. Meinen Weg bin ich, in der Hinsicht bewusst gegangen, um zu wachsen, indem ich noch andere Spiele die mir Spaß machen, nicht (mehr) gestreamt habe, weil ich weiß, dass diese keine Zuschauer (mehr) generieren. Overwatch zum Beispiel, ein Game das mir mega Spaß macht und das ich auch immer noch privat spiele, doch für den Stream ist das nichts mehr. Aber wenn ich nur nach Zuschauern gehen würde und nicht nach dem was mir Spaß macht, würde ich heute Fortnite oder LoL streamen.

Pweet: Auf Pweet sind ja sehr viele kleinere Streamer unterwegs. Was kannst Du den Leuten aus Deinem eigenen Erfahrungsschatz mit auf dem Weg geben? Nicht jeder Streamer wächst, gehört da auch eine Portion Talent dazu?

SonkyTV: Ganz wichtig ist „reden”. Selbst wenn dir kein Einziger zusieht musst du dauerhaft reden. Keiner schaut gerne einen Stream, in dem nicht geredet wird. Deshalb immer schön das eigene Gameplay kommentieren. Das fühlt sich zwar anfangs total bescheuert an und man sitzt da und redet mit sich selbst, aber so kommen die ersten Zuschauer und sagen „Hallo”. Generell ist die Chance größer, dass ein Zuschauer in einem kleineren Stream eher was schreibt, als bei einem großen Streamer. Dann ist natürlich auch wichtig mit Cam zu streamen. Klingt doof aber der Zuschauer will das Gesicht zur Stimme sehen und wenn du dann noch höflich, freundlich und einigermaßen gepflegt aussiehst, hast du gute Chancen. Natürlich braucht man aber auch ein gewisses Talent. Man muss unterhaltsam sein, man muss Leuten mit seiner Art ein Lächeln ins Gesicht zaubern können und vor allem muss es einem Spaß machen. Der Zuschauer merkt ob einer wegen Geld streamt oder ob er dies aus voller Leidenschaft tut. Im Grunde ist das einfach. Es gibt unterhaltsame Menschen, die ein Talent dazu haben andere zu unterhalten. Es gibt eben auch Menschen, die dieses Talent nicht besitzen und sich eben unterhalten lassen. Das ist auch gut so, sonst würde das System ja nicht funktionieren.

Pweet: Das sind wichtige Eigenschaften. Gibt es für Dich denn selbst im Streaming-Bereich Vorbilder, an denen Du Dich ein Stück weit orientierst bzw. orientiert hast?

SonkyTV: Natürlich und das ist auch wichtig. Man sollte immer Mentoren oder Vorbilder haben an die man sich richten kann. Und am besten ist es wenn es solche sind, die mehr erreicht haben bzw. erfolgreicher sind als man selbst, nur so lernt man. Wie mit allem im Leben. Als Kind lernst du von den Erwachsenen. Als Erwachsener lernst du von denen die die Ziele die du erreichen willst, schon erreicht haben. Das bedeutet jedoch nicht, dass man kopieren soll, sondern man schaut sich an wie die anderen es machen, und macht es dann nach Möglichkeit besser. Ich verrate mein Vorbild in Sachen RP in der Hoffnung, andere RP Spieler lesen dies und nehmen sich ein Beispiel: „Shlorox”. Die meisten Streamer sind neidisch auf seinen Erfolg mit Twitch. Und auch bei mir existierte früher mal Neid auf andere Streamer. Neid ist jedoch das größte Gift und das musste auch ich lernen. Ich hatte auch mal meine Probleme mit Shlorox, hab ihn auch mal verteufelt. Aber was bringt es? Neid macht einem alles kaputt und verdirbt einem den Spaß. Wenn einer mehr Erfolg hat dann gönne es ihm. Schau dir an wie er es gemacht hat, vieles ist auch mit Glück verbunden. Aber wer Auge macht anstatt zu gönnen wird dafür bestraft und bekommt auch das Glück nicht. Ich habe früher viele Fehler gemacht, mich über Streamer aufgeregt, ihnen Dinge vorgeworfen und ich bereue das zutiefst. Heute sehe ich so gut wie alles neutral und sortiere aus. Das Schlechte aussortieren und nicht mehr damit beschäftigen, und das Gute, bei denen lasse ich ein Sub da und nehme sie mir vielleicht auch als Vorbild. Das einzige was mich aufregt ist wenn Leute scheiß RP machen!

Pweet: Damit sprichst Du ein sehr gutes Thema an. Der Neid bzw. Konkurrenzkampf unter vielen Streamern scheint vorhanden zu sein. Wäre es nicht wichtiger, dass Streamer eher zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen oder ist hier die Angst einfach zu groß, dass man eigene Zuschauer verliert, wenn man andere Streamer raidet?

SonkyTV: Also ich sage es mal so, Random jemanden zu Hosten oder zu Raiden bringt rein gar nichts. Die Zuschauer bleiben nicht lange und verschwinden direkt wieder. Das einzige was man hat sind ein paar neue Follows. Ein Host oder Raid bringt nur etwas in einem Netzwerk, und dann auch nur wenn man immer wieder dieselben hostet. Sozusagen sich gegenseitig. So werden Zuschauer nicht mehr zu einem Fremden gehostet und fühlen sich wohl :) Aber ja, der Neid und Konkurrenzkampf auf Twitch ist leider sehr, sehr hoch. Die Leute denken, wenn Sie mit jemandem zusammen arbeiten dann könnte man ja Zuschauer verlieren, bedenken aber nicht, dass neue Zuschauer dadurch auf einen aufmerksam werden. Im Grunde ist das eine Win-Win Situation, vorausgesetzt man arbeitet mit jemandem zusammen der genauso groß bzw. erfolgreich ist wie man selbst. Es ist wichtig Beziehungen und Freundschaften zu knüpfen, nicht nur wegen des Supports und der Zuschauerzahlen, sondern einfach weil Twitch dann noch mehr Spaß macht - zusammen. Viele Netzwerke funktionieren leider nur nicht richtig auf Twitch. Ein Netzwerk auf Twitch sollte aus wenigen Streamern bestehen die sich gegenseitig die Viewer hin und her schieben.

SonkyTV twitch gta rp

Pweet: Nun bist Du ja über Pweet gestolpert, eine Gaming Kurzmitteilungsseite, die erst seit einem Jahr im Netz ist. Viele Streamer nutzen Twitter, Facebook oder Instagram um auch von außen neue Zuschauer zu gewinnen. Was für einen ersten Eindruck hast Du von Pweet gewonnen und was für ein Potential siehst Du?

SonkyTV: Ich finde Pweet eine sehr gute Sache. Besonders für Zuschauer, da sich die Gaming Posts und Twitchstreamwerbung nicht mit anderen Posts vermischen. So bleibt man am Ball als Viewer und kann neue Streamer entdecken. Für Streamer hat es potenzial, da das Ganze wie ein soziales Netzwerk ist und man neue Leute kennen lernen kann um mit ihnen z.B. zu arbeiten. Pweet ist eine tolle Idee auch wenn ich gestehen muss das mir der Name oft Schwierigkeiten bereitet wegen P und danach gleich ein W.

Pweet: Das geht nicht nur Dir so, sondern sehr vielen in der Anfangszeit. Wobei genau dies auch der Knackpunkt ist, somit prägt sich der Name noch viel mehr ein, weil man das einfach aussprechen will. Markus, vielen Dank für das super tolle Interview, das hat sehr viel Spaß gemacht. Ich glaube Dein Weg aus dem Sumpf, zurück ins Leben muss Vorbild für viele Menschen sein - das man sich selbst antreibt und etwas aus seinem Leben macht. Zum Schluss kannst Du Dich gerne nochmals an die vielen Pweet Leser und Streamer Kollegen wenden, was Du gerne loswerden möchtest.

SonkyTV: An die Pweet Leser, schaut mal auf meinem Channel vorbei und danke fürs Lesen des Interviews! An die Streamer: bleibt am Ball! Vielleicht konnte ich euch ein paar Tipps geben. Twitch ist eine komplexe Sache die man verstehen lernen muss, gerade dann wenn man langfristig damit Erfolg haben will und man verschiedene Games streamt und nicht nur eines. Aber an erster Stelle steht immer der Spaß! Viele geben auf, weil das gewünschte Ziel nicht erreicht wird, deswegen setzt auch kleine Ziele. Ich kann nur eines sagen. Mit jedem Stream den du nicht streamst, verschenkst du 100% deines Erfolges auf dem Weg zum Ziel!

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